Dänischer Zoo will Löwin sezieren

Erschienen in “Der Spiegel” am 14. Oktober 2015

Nachdem der Zoo Kopenhagen im vergangenen Jahr sehr viel Aufsehen mit der Tötung eines gesunden Giraffenmännchens erregt hatte, will ein anderer dänischer Zoo nun eine Löwin öffentlich sezieren. Der Zoo Odense wolle einen Bildungsauftrag erfüllen und lade ausdrücklich Familien mit Kindern zu der Veranstaltung ein, berichtet der Spiegel. Die Ankündigung habe im Internet zu Hunderten von Kommentaren geführt. Der Zoo selbst begrüße die rege Debatte.

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Regierung verlangt mehr Platz für Tiere im Zoo

Erschienen in “Die Welt” am 07. Mai 2015. Autorin: Claudia Ehrenstein

Die Bundesregierung hat die “Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren” überarbeiten lassen. Der Artikel erläutert die Neuerungen, die sich daraus für die Tierhaltung im Zoo ergeben. Die Gutachter hätten insbesondere den Platzbedarf neu bewertet: So solle das Gehege für ein Eisbärenpaar künftig mindestens 400 Quadratmeter groß sein, was doppelt so viel ist, wie bislang für notwendig erachtet wurde. Eine Überarbeitung des Gutachtens von 1996 sei unbedingt notwendig gewesen, da sich das Wissen über Tierhaltung enorm vermehrt habe, begründet das Bundesagrarministerium die neuen Bemühungen. Darüber hinaus seien Zoos eben auch Lernorte für Kinder und tiergerecht gehaltene Zootiere würden das Bewusstsein für die Schutzbedürftigkeit von Wildtieren wecken.

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Und jeden Nachmittag ins Paradies

Erschienen in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” am 25. April 2015. Autorin: Christina Hucklenbroich

Seit Langem nehmen die Zoobesuche um etwa ein Prozent jährlich zu. Das Jahr 2014 war für Zoos sogar ein Rekordjahr: 43 Besuche verzeichnete der Verband der zoologischen Gärten. Warum das so ist, erläutert Christina Hucklenbroich in diesem Artikel. Die Zoobetreiber hätten scharfsinnig die Bedürfnisse bestimmter Bevölkerungsgruppen erkannt: Die der Eltern. Diese nämlich kämen in die Tiergärten, um ein wenig Ruhe zu haben. Die Kinder seien beschäftigt, der nächste Latte Macchiato nicht weit.

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Flippers Fluch

Erschienen in “Stern” am 09. April 2015. Autoren: Helmut Reister und Johannes Röhrig

Der Bericht beschreibt die  Situation um das Nürnberger Delfinarium. Da ein Wasserbecken undicht war, flossen viele Liter Salzwasser in ein Naturschutzgebiet. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen Bodenverunreinigung. Bei der Planung des Beckens sei der Wasserdruck, der durch die Schwimmbewegungen der Delfine verursacht werde, falsch eingeschätzt worden, nun drohe ein großer Schaden, den die Steuerzahler zu begleichen hätten. Eine Sanierung sei offenbar sehr schwierig.

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“Würden Sie ein Gorillababy verfüttern?” “Warum nicht?”

Erschienen im “Stern” am 01. April 2015. Autoren: Nicolas Büchse und Dominik Stawski

Der Kopenhagener Zoodirektor Bengt Holst ließ 2014 die zweijährige Giraffe Marius öffentlich an Löwen verfüttern. Er löste damit einen Sturm der Entrüstung aus und erhielt zahlreiche Morddrohungen. Im Stern-Interview erklärt Holst seine Beweggründe. Marius habe nichts dazu beitragen können, den Giraffenbestand in Europa zu erhalten, erklärt Holst. Man habe in nirgendwo anders unterbringen können. Außerdem schlachte jeder Zoo überzählige Nutztiere, schließlich benötigten Raubtiere Fleisch. Zootieren sollten am besten keine Namen mehr bekommen, sagt Holst. Denn nur dann regierten die Menschen derart irrational, wie sie es bei Marius Tötung getan hätten.

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Schwertwale in Menschenobhut

Erschienen in Arbeitsplatz Zoo 2/2015. Autor: Michael Amend

Ausführlich beschreibt Michael Amend die Geschichte der Orcahaltung in Zoos, die er selbst ein sehr junges Kapitel in der Zootierhaltung nennt. Dabei geht es um die Erfahrungen mit einzelnen Tieren, wie die Geschichte des ersten Orcas in Gefangenschaft “Moby Doll”.

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Die Diskussion um Tierhaltungen in Zoos wird uns immer begleiten, warum?

Erschienen in manati 2015, 2. Autor: Dag Encke

Im Magazin Manati des Nürnberger Zoos sammelt der Autor Argumente für die Haltung von Zootieren. Dabei führt er an, dass unter anderem die Kritik an der Tierhaltung der Zoos die Institutionen zu besseren Unterbringung angespornt hat. Zudem beschreibt er, dass sich das Glück der Tiere weder in Zoos noch in freier Wildbahn messen kann. Jeder Mensch bringt eigene Moralvorstellungen in diese Diskussion ein.

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Doc Zone: Zoo Revolution

Erschienen auf dem kanadischen Fernsehsender “CBC Television” im Februar 2015. Dauer: 44 Minuten. Autor: Geoff D’Eon

Die kanadische Dokumentation beleuchtet die internationale Debatte um den Wert und Nutzen von Zoos im 21. Jahrhundert. Sowohl Zoodirektoren und Experten für Zootierhaltung kommen zu Wort, als auch Tierrechtler und Zoogegner. Die Sendung zeigt mehrere große Tiergärten in Nordamerika, Australien und Europa.  Auch der Leipziger Zoo wird als “Zoo der Zukunft” vorgestellt und als positives Beispiel für moderne Tiergärten präsentiert. Prominente Größen wie der Zookritiker David Hancocks und die Primatologin Jane Goodall stellen ihre Meinung dar.

“Sie bleiben wilde Tiere”

Erschienen in “Süddeutsche Zeitung” am 03. Januar 2015. Autor: Christian Weber

Der Zoologe und Elefantenforscher Fred Kurt berichtet in diesem Interview über Elefanten und deren Eigenheiten bei der Haltung im Zoo. Außerdem geht es um den Wahrheitsgehalt der Eigenschaften, die Menschen diesen Tieren zuschreiben. Tatsächlich merkten sich die Dickhäuter über viele Jahre, wenn sie ein Mensch mal schlecht behandelt hat und nähmen später Rache. Zudem seien sie tatsächlich besonders intelligent und sozial. Dennoch betont der Zoologe: “Elefanten sind wilde Tiere”.  So verletzten oder töteten Elefanten schon häufig Menschen in Zoos und Zirkussen.

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Die Angstliste des Zoodirektors

Erschienen in “Süddeutsche Zeitung” am 28. November 2014. Autor: Olaf Przybilla

Tierrechtler kritisierten in der Vergangenheit besonders häufig den Nürnberger Tiergarten, da dort unter ungeklärten Umständen mehrere Delfinjunge und ein Eisbärenjunges starben. Der Artikel beschreibt, dass ein interne Liste Zoomitarbeiter auf diejenigen Ereignisse hinweisen sollte, die für negative Schlagzeilen in der Presse sorgen könnten. Die Liste gelangte offenbar an die Öffentlichkeit. Darauf waren teilweise unveröffentlichte Vorfälle verzeichnet, wie die Einschläferung bestimmter Tiere oder Pannen beim Bau des Delfinariums, die Verletzungen bei Mitarbeitern verursachten.

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