Die Arten-Liste


Columbina cyanopis: Blauaugentäubchen

Die Art kennt man seit dem frühen 19. Jahrhundert, aber sah sie in der Natur immer nur sporadisch. 75 Jahre galt sie als verschwunden, 2015 fand man sie wieder. Da war klar: jetzt muss gehandelt werden. Ziemlich schnell wurde deutlich, dass es auch eine Population in Menschenobhut braucht, um die Wildpopulation zu stärken. Sie besteht nämlich schätzungsweise nur noch aus 15 Tieren [2024].


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Corvus hawaiiensis: Hawaiikrähe

2002 wäre die Hawaiikrähe – lokal auch ‚Alalā genannt –  komplett ausgestorben, wenn man nicht zuvor rechtzeitig reagiert hätte. Weniger als 20 Tiere lebten mal in Menschenobhut, inzwischen sind es über hundert. Nachdem die Population auf über 140 Vögel angewachsen war, starteten ab 2016 Wiederansiedlungsbemühungen. Das führte zum ersten Mal, dass es überhaupt diese Krähen wieder in der Natur gab. Aber die Wiederansiedlung der Tiere ist sehr aufwendig und kompliziert.


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Crex crex: Wachtelkönig

Global gilt die Art als nicht bedroht. Lokal ist sie das schon sehr. Damit liefert die Art ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Arbeit moderner Zoos schon vor dem Moment beginnen musst, wenn sie als global bedroht gilt. Im Idealfall kommt es nämlich erst gar nicht so weit. In Österreich kommen schon jetzt nur noch wenige Brutpaare in verinselten Populationen in der Natur vor. Das ist alarmierend.


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Crocodylus mindorensis: Philippinen-Krokodil

2016 wurde geschätzt, dass weniger als 200 ausgewachsene Philippinen-Krokodile in der Natur überhaupt noch am Leben sind. Sie waren auf nur drei getrennte Standorte verteilt. Die Populationen gingen im Vergleich zum historischen Niveau stark zurück. Zum Glück hatten sich zu diesem Zeitpunkt Zoologische Gärten der Art schon angenommen. Das Europäische Zuchtbuch (ESB) war schon 2012 worden eingerichtet. Es wird vom Kölner Zoo verwaltet. Alle ESB-Teilnehmer unterstützen vor Ort den Schutz philippinischer Krokodile im Norden.


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Crocodylus siamensis: Siam-Krokodil

Man weiß bis heute nicht genau, wie viele Siam-Krokodile es in der Natur noch gibt – Forscher gehen von unter 1.000 aus. Man weiß aber inzwischen sehr gut, wie man sie in Menschenobhut züchtet. Daher sind sie dort nicht gefährdet und Auswilderungen konnten bereits realisiert werden. Nach wie vor ist es aber eines der am meisten bedrohten Krokodile der Welt. So hat man dank dem Engagement moderner Zoos und Aquarien zwar schon große Erfolge feiern können, aber im natürlichen Habitat treten auch immer neue Probleme auf.


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Cryptobranchus alleganiensis: Schlammteufel

Schlammteufel kommen, neben der Nominatform, auch noch als Cryptobranchus alleganiensis bishopi, den man auch Ozark-Hellbender nennt, vor. Beide gibt es in der Natur aktuell viel zu selten, aber Zoologische Gärten schicken sich an, das zu ändern. Sie stärken die Wildbestände durch Auswilderungen. Hier ist zum Beispiel der St. Louis Zoo sehr aktiv. Inzwischen konnte sogar schon berichtet werden, dass sich ein im Zoo geborener und dann ausgewilderter Ozark-Schlammteufel bereits in der Natur vermehrt hat. Das hat Geschichte geschrieben.


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Cyclura lewisi: Blauer Leguan

Der Blaue Leguan lebt in der Natur nur auf der Insel Grand Cayman. Mit einer Population von weniger als 25 Tieren war der Leguan vor Beginn des Erhaltungszuchtprogramms eines der seltensten Tieren der Erde. Der amerikanische Zooverband AZA setzte das Tier 1990 zur höchsten Priorität für Artenschutzprojekte. 25 amerikanische Zoos und Aquarien nahmen zu Beginn am Erhaltungszuchtprojekt daran Teil. 2006 wurden dann die ersten Tiere ausgewildert. Inzwischen sind es über 750 Tiere, die ausgewildert wurden. Dank Zoologischer Gärten hat die Art also wieder eine Chance.


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Cygnus buccinator: Trompeterschwan

Schwäne kennt man von vielen menschennahen Gewässern. Trompeterschwäne gelten zwar noch nicht als gesichert, aber das Engagement von Zoologischen Gärten hat dazu geführt, dass der Trend in diese Richtung geht. Über 17.000 Vögel kann man nun in der Natur wieder beobachten. Die Basis für diesen Erfolg waren Zucht und Auswilderungsprogramme zoologischer Institutionen.


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Cyprinodon longidorsalis: Langflossen-Wüstenkärpfling

Die Art, die man auch als La-Palma-Wüstenkärpfling kennt, gilt als in der Natur ausgestorben. Sie überlebt nur noch in Aquarien. Die Kärpflinge waren endemisch im Ojo de Agua la Presa im südwestlichen Bundesstaat Nuevo León in Mexiko. Dort starb die Spezies jedoch 1994 aufgrund des Verlusts ihres Lebensraums aus. Die Art teilte diesen Lebensraum mit drei anderen verwandten Kärpflingen.


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Damaliscus pygargus: Buntbock

Diese besondere Antilope steht auf der Roten Liste als EN [Stand: 2025]. Von der Nominatform des Buntbocks gab es nur noch 17 Tiere. Diese wurden vom niederländischen Farmer Alexander van der Bijl eingezäunt und schließlich in den Bontebok-Nationalpark gebracht. Von hier aus konnte sich die Art konsolidieren und auch in Haltungen verbreiten. In ihrem angestammten Lebensraum gilt sie als ausgestorben. Bei dem Erhalt der Reservepopulation helfen Farmen und Zoologische Gärten.


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