Die Arten-Liste


Apalone spinifera: Dornrand-Weichschildkröte

Viele assoziieren Schildkröten immer mit einer gewissen Härte. Das liegt daran, dass Weichschildkröten nicht so bekannt sind. Trotzdem kennen sich natürlich die Zoo-Experten mit diesen besonderen Schildkröten aus. Zu denen gehören auch die Dornrand-Weichschildkröten. Sie sind zwar global nicht bedroht, gelten aber in Kanada als gefährdet. Auch die Schwarze Dornrand-Weichschildkröte, eine mexikanische Unterart mit dem wissenschaftlichen Namen Apalone spinifera atra, hat den höchsten Bedrohungsstatus inne. Hier sind Zoologische Gärten gefragt.


» mehr

Aphanius sirhani: Azraq-Kärpfling

Fische in der Wüste? Das klingt fast unglaublich. Der Oasenkärpfling zeigt schon in seinem Namen wie das sein kann. Ihn gibt es nur noch in Jordanien, genauer gesagt in den Gewässern der Azraq-Oase. Hier ist der kleine Fisch aber vom Aussterben bedroht. Dort machen ihm invasive Buntbarsche und die Extraktion von Wasser das Überleben schwer. Daher ist eine Reservepopulation in Menschenobhut von großer Wichtigkeit.


» mehr

Ara ambiguus: Großer Soldatenara

Die auch als Bechsteinara bezeichnete Art hat in der Natur den höchsten Bedrohungsstatus vor dem Aussterben inne. Die Loro Parque Stiftung kümmert sich besonders um die Population der Großen Guayaquil-Soldatenaras. Zwischen 2017 und 2019 konnten im Rahmen dessen zum Beispiel 14 Aras dieser Unterart, die von der Jambeli Foundation und der Loro Parque Fundación gezüchtet wurden, im Ayampe-Reservat, das der Fundación de Conservación Jocotoco gehört, ausgewildert werden.


» mehr

Atelopus zeteki: Panama-Stummelfußfrosch

Diese besonderen Frösche sind ein National-Symbol von Panama. Ihr Überleben wurde durch einen invasiven Pilz bedroht. Zoologische Institutionen konnten die Art retten, indem sie die Überlebenden züchteten und nun ein Wiedereinführungsprogramm entwickeln. Ein Überleben dieser Froschart wäre ohne Zoos und Aquarien nicht möglich gewesen.


» mehr

Aythya innotata: Madagaskar-Moorente

1929 wurde die Art zuerst in Le parc zoologique de Clères in Frankreich importiert. 1935 kamen weitere Tiere. Die Erhaltungszucht funktionierte und Tiere wurden an mindestens einen anderen Zoo sowie Privathalter weitergegeben. Als dann der Zweite Weltkrieg ausbrach, kamen die Bemühung aber zum Erliegen. In den 1940er und 1950er Jahren begann die Zahl dieser Enten dramatisch zu sinken. Das lag an in den Lebensraum der Tiere eingebrachten Fischen. Die kommerzielle Nutzung des Sees tat ihr Übrigens und die Art verschwand wohl im Laufe der 1960er Jahre fast komplett.


» mehr

Babyrousa celebensis: Sulawesi-Hirscheber

Hirscheber sind sehr bemerkenswerte Tiere, aber leider wenig bekannt. Zusammen mit den anderen Arten sind die Sulawesi-Hirscheber Teil eines Projekts, das sich der Rettung eher unbekannterer Huftiere verschrieben hat. Obwohl fast kaum einer sie kennt, sind sie doch bedroht.


» mehr

Batagur baska: Nördliche Batagur-Schildkröte

Die im Jahr 2010 durchgeführten Suchaktionen nach den Schildkröten in natürlichen Lebensräumen blieben erfolglos. Auf Anregung des Tiergartens Schönbrunn wandte sich das Team jedoch Teichen in Dörfern und auch Märkten zu, wo sie die ersten Tiere sammeln konnte, um eine kontrollierte Zucht und Wiederansiedlung zu versuchen. Es wurden Zuchtgruppen gegründet. Der in Wien ansässige Tiergarten Schönbrunn wurde zum Koordinator des Sumpfschildkröten-Projekts.


» mehr

Bedotia madagascariensis: Madagaskar-Ährenfisch

80 % der madagassischen Fisch-Arten gelten laut Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet. Wenn man also einen Fisch aus Madagaskar sieht, ist die Chance hoch, dass er auch bedroht ist. Tatsächlich sah man die Madagaskar-Ährenfische relativ häufig – aber falsch. Warum? In der Aquaristik wurden sie oft als Rotschwanz-Ährenfisch (Bedotia geayi) bezeichnet. Ein Fleck am Kinn aber hat „verraten“, dass sie nicht zu der angedachten Art gehörten.


» mehr

Bos bison: Amerikanischer Bison

Zahlenmäßig gehört das Comeback des Amerikanischen Bisons sicherlich zu den beeindruckendsten Erfolgen. Im 19. Jahrhundert waren die Bisons fast vollständig ausgerottet. Ende des Jahrhunderts wurden sie unter Schutz gestellt und in Zoos sowie Reservaten gezüchtet. Heute gibt es wieder über 300.000 Bisons in den USA. Ohne Zucht in Menschenhand wären die Bisons wohl für immer verschwunden.


» mehr

Bos bonasus: Wisent

Die Europäischen Bisons sind keine Bisons aus der Prärie, sondern sie leben vielmehr in den Wäldern. Als die gerodet wurden, ging es auch den Wisenten an den Kragen. 1927 wurde der letzte seiner Art geschossen. Alle heute noch lebenden Tiere stammen von 12 Wisenten ab, die in Zoos und Tiergehegen übrig geblieben waren. Hätte es dieses Duzend nicht gegeben, wäre die Art für immer weg gewesen.


» mehr