Exklusiv für zoos.media – 23.02.2026. Autor: Philipp J. Kroiß
Die radikale Tierrechtsorganisation PETA hat zwar weniger Tiere insgesamt aufgenommen, aber dafür ist der Anteil der getöteten Tiere so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Auch in diesem Jahr sind die Zahlen, die das PETA-Tierheim produziert hat, erschreckend.

PETA-Tierheim 2025: Rund 80% der aufgenommenen Tiere getötet
Seit vielen Jahren berichtet zoos.media jedes Jahr über das Töten im PETA-Tierheim. Auch die Zahlen für 2025 sind erneut schreckend für ein Tierheim. Das gilt selbst dann, wenn man in die Betrachtung mit einbezieht, dass man über die USA spricht, wo Töten in Tierheimen legal ist. In Deutschland wäre der Betrieb eines solchen Tierheims, das manchen mehr an eine Tötungsstation erinnern könnte, illegal.
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Ein Jahr hat rund 8.760 Stunden. PETA tötete 2025 laut offiziellen Angaben 1.675 Tiere. Rund alle 5 Stunden starb ein Tier durch die Hand von PETA im Jahr 2025. Dass es so nicht sein müsste, zeigen auch in der USA andere Tierheim-Konzepte. Allerdings wird zum Beispiel das No-Kill-Konzept, das ähnlich dem System deutscher Tierheime funktioniert und nur einschläfert, aber eben nicht tötet, von PETA bekämpft.

Neue Strategie?
Über Jahre hat man beobachten können, dass PETA versucht hat die eigene Tötungsrate durch erhöhte Abgaben der Tiere in andere Tötungstierheime herunterzutreiben. 2025 gab es einen drastischen Abfall der Neuaufnahmen. Ziel könnte sein, die absolute Zahl der Tiertötungen so zu verringern. Allerdings ist der Anteil der getöteten Tiere so hoch wie seit über 10 Jahren nicht mehr.
Das Sinken der Aufnahmezahlen des PETA-Tierheims ist bemerkenswert. In den USA gab es generell nur einen leichten Rückgang der Aufnahmen um die 2% in den Tierheimen. Warum er beim PETA-Tierheim so viel stärker sein soll, ist fraglich. Der leichte Anstieg der Adoptionsrate von PETA passt derweil durchaus zu den Zahlen anderer Tierheime, da dieser insgesamt in den USA bei rund 0,7% lag.
PETA ist inzwischen bekannt für das Töten von Tieren im eigenen Tierheim. Den Ruf will man offensichtlich los werden. Durch vermehrte Abgaben an andere Tötungstierheime funktionierte das offenbar nicht. Nun scheint man drastisch weniger aufnehmen zu wollen, um die Zahl der getöteten Tiere irgendwie runter zu bringen. Man wird sehen, ob das im nächsten Jahr fortgesetzt wird.
Extrem hohe Tötungsrate

Man kann kaum in Worte fassen, wie hoch die Tötungsrate bei PETA im Vergleich ist. Die Organisation Best Friends Animal Society nutzt die sogenannte Save Rate, also eine Art Überlebensquote, um den Erfolg von Tierheimen zu messen. Im Jahr 2025 lag die nationale Save Rate in den USA bei etwa 82%. Im Umkehrschluss heißt das, dass rund 18 % die Tierheime US-weit nicht lebend verlassen haben.
Bei PETA liegt die Tötungsrate allerdings bei über 80% und die Vermittlungsrate nur bei rund 1,7%. PETA tötet also einen sehr viel höheren Anteil der aufgenommenen Tiere und vermittelt einen sehr viel geringen Anteil als US-Tierheime im Durchschnitt. Dabei sind die Unterschiede extrem.
Viele Jahre brachte die radikale Tierrechtsorganisation ihre hohen Tötungszahlen, im Rahmen von Ausreden, auch damit in Zusammenhang, einen kostenlosen „Euthanasie-Service“ anzubieten. Den bot aber nicht nur PETA an. Auch das Fairfax County Animal Shelter ist für einen solchen Service bekannt. 2014 hatte dieses Tierheim zum Beispiel eine Tötungsrate von 15%. PETA hatte im gleichen Jahr eine Tötungsrate von rund 88%.
Es könnte auch anders gehen

2025 inkludierend ist die durchschnittliche Tötungsrate pro Jahr seit Erhebung der Daten im PETA-Tierheim bei über 80%. In absoluten Zahlen bedeutet das 53.351 tote Tiere. Allerdings betreibt PETA eben ein Tötungstierheim. Das ist nicht das einzige in den USA mögliche Konzept.
So gibt es nämlich eine Gegenbewegung. Die sogenannten No-Kill-Tierheime verzichten auf Tötungen und schläfern nur bei medizinischer Indikation ein. Sie sind daher vergleichbar mit den deutschen Tierheimen. No-Kill-Tierheime haben eine Vermittlungsquote von bis zu 99%. Gleichzeitig aber haben sie nicht so einen riesigen Millionen-Etat wie PETA.
Die radikale Tierrechtsorganisation bekämpft diese No-Kill-Tierheime regelrecht, ähnlich wie sie das mit Zoos und Aquarien tut. Statt sich also ein System zum Vorbild zu nehmen, das versucht, jedes Leben zu retten, bekämpft PETA solche Tierheime mit Populismus. PETA-Spender zahlen also auch dafür, dass Tierheime bekämpft werden, die zu besseren Ergebnissen als PETA selbst kommen.
Für das Ende von Tierhaltung

Das ist aber nicht alles, wofür PETA-Spender zahlen. „Wir wollen das Ende jeglicher Tierhaltung“, wurde ein PETA-Vertreter schon von der taz im Jahr 2011 zitiert. So ist es letztlich konsequent pro Jahr tausende Tiere zu töten beziehungsweise fast alle Tiere zu töten, derer man habhaft werden kann, wie PETA das tut. PETA hat die Vorbilder, die Mittel und die Möglichkeiten weniger Tiere zu töten, wie andere, die weniger Geld haben, es bereits machen. Offenbar ist das aber nicht gewollt.
Vielmehr verkauft man die Tötungen als „Euthanasie“ und „Happy End für viele Tiere“. Obgleich man sich als Tierrechtsorganisation sieht, stellte PETA schon klar: „Wir setzen uns nicht für ein ‚Recht auf Leben‘ für Tiere ein“. Tiere in PETAs Besitz scheinen vor allem ein Recht zu haben, nämlich das zu sterben. Beides ideologisch mit dem Zitat, dass eine Ratte gleich einem Schwein, Hund und Jungen sei, zu verknüpfen, führt einen in düstere Zeiten.
Ein hervorragendes Beispiel dafür, wohin die PETA-Ideologie führt, sind Nashörner. Warum das? Nimmt man die Forderungen von PETA ernst, so muss man konstatieren, dass die radikale Organisation will, dass Nashörner aussterben. Das ist nämlich die Konsequenz dessen, was PETA fordert. Zoos und Aquarien hingegen arbeiten aktiv daran, dass diese imposanten und liebenswerten Tiere eben nicht für immer verschwinden. Die Auswilderungen sind sehr erfolgreich. Zoogeborene Tiere hatten sogar schon Nachwuchs in der Natur. Solcherlei wunderbare Erfolge hat PETA nicht.
Mayas Vermächtnis

Ein Fall auf den auch zoos.media immer wieder angesprochen wird, ist der der Chihuahua-Dame Maya. Dazu schrieb Nathan J. Winograd, der sich für No-Kill-Tierheime stark macht: „PETA lässt Menschen auf die Welt los, die nicht nur glauben, dass Töten eine gute Sache ist und dass die Lebenden sterben wollen, sondern die auch legal mit tödlichen Drogen bewaffnet sind und bereits […] bewiesen haben, dass sie nicht abgeneigt sind, diese zu verwenden.“
Das bringt auch die Gefährlichkeit, die hinter solchen Zahlen steht, zum Ausdruck. Hinter diesen Zahlen stehen Schicksale. Maya ist ein Tier von mittlerweile 53.351 Tieren. Die Chihuahua-Dame war gesund. Sie war Teil einer Familie, die sie liebte. Wie kann man solches Töten stoppen?
Der erste Schritt ist jede Form von Unterstützung für PETA sowie Kollaborateuren der radikalen Tierrechtsorganisation zu stoppen. Das fängt bei dem Beenden von Spendenzahlung an und hört auch bei der ideellen Unterstützung auf. Jeder, der PETA unterstützt, unterstützt auch diese massenhaften und überflüssigen Tötungen. Dieser Fakt lässt sich nicht von der Hand weisen.
Haltung rettet Tiere, Arten & Lebensräume

Während PETA massenhaft Tiere tötet und die gesamte Tierhaltung auf der Abschussliste stehen hat, retten Tierhalter Leben, Arten und Lebensräume. Auf zoos.media findet man eine noch nicht mal vollständige Liste von über 170 Tierarten, die dank der Haltung von Zoos und Aquarien überleben – nicht selten auch in Zusammenarbeit mit Privathaltern.
Allerdings ist nicht nur diese Haltung dem Überleben zuträglich. Es ist auch wichtig Haltung gegen PETA zu zeigen. Eine auch nach außen hin klare Position gegen solche Tötungen auch gegenüber Unterstützern von PETA ist wichtig. Hier müssen auch Zoologische Gärten selbstkritisch sein. Ein Zooverband, der aus Opportunismus der radikalen Tierrechtsorganisation PETA willfährig Tür und Tor öffnet, hat die Zeichen der Zeit, in der PETA über 53.000 Tiere getötet hat, nicht verstanden.
Das Gleiche gilt auch für Tierheime zum Beispiel in Deutschland. Deren selbst proklamierter Dachverband, der Deutsche Tierschutzbund, macht gemeinsame Sache mit PETA. Das ist ein Bärendienst für die Glaubwürdigkeit echter Tierschützer, die natürlich die Tötungspraxis von PETA verurteilen. Hier könnten Haltung und Rückgrat statt Ignoranz und Opportunismus Tiere retten.
